SH-Meisterin im Orientierungslauf

Beim Uni-OL Training, wo ich diesmal selbst mitgelaufen war, entschied ich, dass ich bei der SH-Meisterschaft am 25. Juni mitlaufen könnte. Mit fünf weiteren meiner OL-Gruppe sind wir also nach Lübeck. Es macht Spaß zu sehen, dass einige Teilnehmer selbst über das Training hinaus für OL zu begeistern sind. Auch wenn es für die meisten eine echte Lehrstunde war. Sie haben doch ein Stück gebraucht um wieder aus dem Wald heraus zu finden. Zugegeben war die Natur nicht immer ganz so wie auf der Karte gezeichnet, hauptsächlich der Bewuchs und die Sichtbarkeit von Schneisen war etwas anders. Mich hat es nicht ganz so beeinflusst, auch wenn vielleicht zwei Fehler dadurch begünstigt wurden. Primär waren meine zwei großen Fehler, mir nicht die richtigen Absprungpunkte zu suchen. Ich hatte also zwei größere Katastrophen, zur 6 und zur 13 mit jeweils 3 min. An der 9 habe ich einem meiner Uni-Läufer nochmal schnell den Kompass erklärt (mit dem Hinweis, dass ich eigentlich keine Zeit dafür habe – waren 20 s und ihm hatte es für seine zweite Hälfte sichtlich geholfen).

Meine Karte mit Laufstrecke gibt es hier: Karten-Archiv.

Zu Posten 6 wollte ich nach der Wegbiegung in die Schneise rein. Ich meinte an der Wegbiegung zu sein und bin in einen lichteren Bereich in den Wald. Die Lichtung mit markantem Baum östlich vom Weg kam mir nicht in den Sinn und auch auf den Hochstand südöstlich vom Posten habe ich nicht genutzt. So bin ich zu weit nördlich, parallel zu meiner geplanten Route, bis zum Graben und dann erstmal in die falsche Richtung nach Norden gelaufen. Bei Posten 13 hatte ich einfach kein Distanzgefühl. Gestiegenes Lauftempo und nicht so richtig die Karte mitgelesen. Die Schneisen waren selten gut zu erkennen und ich habe die Nordlinie als Weg verkannt und einfach auf einen Weg genau nach Norden führend gewartet. Auf den letzten 3 Postenverbindungen hatte ich läuferisch dann recht gute Zeiten und der ersten Frau jeweils 10-20 s abgenommen. Sie war am Ende auf den 50 min 9 min schneller als ich. Nichts destotrotz, war ich erste SH-Frau und bin damit Meisterin im OL, wär hätte das gedacht 😀 .

Nach dem Lauf bin ich dann mit dem Mountainbike die 107 km zurück nach Kiel geradelt. Eine herrliche Tour. Ab Preetz ging es gemeinsam mit Lukas zurück nach Kiel. Ein Klasse Tag. Zugegeben hatte ich bis Donnerstag noch laufmüde Beine. Ich hatte ja aber auch in Norwegen erst wieder mit kurzen Laufstrecken angefangen. Jetzt warte ich wohl mit dem nächsten Lauftraining bis nach der WM Ende August. Der OL-“Höhepunkt” ist ja nun gewesen.

Zur Wochenmitte geht es nach Pilsen zum 5-Tage MTBO. Dann direkt von da nach Österreich in die Berge, wo ich nochmal bissel Form für die WM holen will. Am Ende, dann mit vermutlich müden Beinen, wartet die Österreichische Meisterschaft MTBO. Nochmals zwei Weltranglistenläufe. Ich versuche wenigstens in einem der 4 kommenden WRE-Läufe mehr als 1200 Punkte zu erreichen, damit ich die Top20 im WorldRanking halten kann. Was mir die Orangene Startgruppe zur EM und dann auch WM sichern würde. Mal sehen wie das gelingt.