Mountainbiken und Wandern in der Ramsau

Nach gut 400 km Landstraße von Pilsen kamen wir kurz vor einem recht starken Gewitter am Zeltplatz unsere Wahl an. Ein kleiner feiner Platz am Westhang unterhalb des Dachsteins. Gewitter und Regen bestimmten die kommenden Nächte, während tagsüber meist die Sonne schien. Den Wegen tat der nächtliche Regen meist nichts an, das Wasser kann hier anscheinend gut versickern.

Am ersten Tag machten wir also die Mountainbikes klar. Ich tauschte das Schaltauge, welches doch arg verbogen war. Und dann fuhren wir auf eine ca. 50 km lange Mountainbike-Tour mit ca. 1350 hm nach Schladming und zurück. Dabei hatten wir hauptsächlich breite aber auch ein paar schmale Pfade unter den Reifen.

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Am zweiten Tag überlegten wir uns einen Radruhetag einzulegen und schnürten die Turnschuhe für eine Wanderung. Zunächst durch eine Klamm mit dem größten Wasserfall der Steiermark und auf einem alpinen Wanderweg zum Riesachsee, dann weiter entlang des Riesachbaches hinauf zur Preintalerhütte, wo wir uns ein Mittag gönnten. Dort beschlossen wir dann auch unsere geplante Tour wirklich umzusetzen, denn das Wetter schien zu halten. Über Äußeres und Inneres Lämmerkar ging es zur Klafferscharte bei etwa 2000 m Höhe hinauf. Eine zerklüftete Seenlandschaft konnten wir erblicken und selbst in dieser Höhe noch einige blühend Pflanzen. Die letzten 300 Höhenmeter führten uns auf den Greifenstein mit 2618 m der höchste Punkt unserer Tour. Oben gab es in nahezu Windstille eine kurze Pause bis uns in der Ferne aufziehende Regenschauer motivierten den Abstieg anzugehen. In angenehmer Hangneigung ging es 1000 hm hinab zur Gollinghütte. Nach einem warmen Abendbrot und angetrieben vom grauen Himmel jagten wir die restlichen 6 km und 600 hm wieder hinab zum Parkplatz an der Druschalm. Aus dem Radruhetag wurden 22 km mit 1550 hm. Vom Muskelkater zehren wir noch heute.

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Also muskelkatrig wie wir waren legten wir einen echten Ruhetag ein. Am Abend musste ich leider feststellen, dass sich die Innenverklebung meiner Zeltnähte ablöste und außerdem muss es tagsüber einen Sturm gegeben haben, bei dem eine Zeltstange bracht. Ich band für die Nacht das Zelt so gut es ging nach oben am Baum fest und harrte der Dinge. Trotz teilweise starken Regens blieb es innen halbwegs trocken. Doch dies war Anlass mal einen Zeltladen aufzusuchen. In der Nähe des Ladens gab es eine einfach kleine Radrunde und so radelten wir hinauf zu einer Alm um dann auf einem schmalen netten Weg wieder ins Tal hinabzufahren. Am Auto gab es noch einen Badesee den wir auch schnell noch ausprobierten. Im Anschluss gab es die Zeltstange zurück, die ich Sekunden vor dem nächsten starken Schauer ins Zelt einbauen konnte. So hatten wir mit 20 km und 500 hm mal wirklich einen erholsamen Tag.

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Am gestrigen letzten Tag unseres kleinen Ausflugs in die Ramsau planten wir noch eine schöne Tour zum Giglachsee. Zunächst führten uns hauptsächlich Monopfade nach Preunegg und von da begann der Anstieg zur Ursprungalm. Nach gut 2.5 h und einigen Schotterserpentinen erreichten wir die Alm und legten eine Mittagspause ein. Für den direkt danach folgenden richtig steilen Anstieg war das Essen im Magen natürlich nicht ganz optimal, aber wir schaften den Anstieg ohne Absteigen zu müssen. Auch die netten Worte der Wanderer halfen dabei auf dem Rad zu bleiben. Der Giglachsee selbst war auch nett, wir fuhren nördlich daran entlang um dann auf einem technischen Single-Trail entlang des Giglachbachs ins nächste Tal zu radeln. Im unteren Teil und unten im Tal ging es vornehmlich auf Schotterwegen und etwas Straße zurück nach Schladming. Teilweise war die Schotterabfahrt so steil, dass meine hintere Bremse anfing zu überhitzen. So sah ich während einer Pause wie aus einem Ventil plötzlich zerstäubte Flüssigkeit ausgespuckt wurde. Es ging jedoch ohne Probleme weiter über eine alte Nickelmiene hinab ins Ennstal. Bei einem kurzen Eisstop in Schladming sammelten wir Kraft für den finalen Anstieg hinauf nach Ramsau und zu unserem Zeltplatz. Zunächst entlang der Enns wählten wir für den Anstieg danach eine relativ ruhige Straße, die in Serpentinen die 400 hm hinauf führte. Die letzten Meter zum Zeltplatz führten sogar nochmal über einen Waldweg. Eine herrliche Tour mit 65 km und 1850 hm.

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Nun geht es nach Bad Vöslau wo nochmal 3 MTBO-Rennen auf uns Warten. Ich habe heute Ruhetag, während Ulf noch das MTBO-Training mitfährt. Morgen gibt es dann Sprint und Mittelstrecke und am Sonntag noch eine Langstrecke.