Eine viel zu kurze Ski-Saison

Es wird Zeit, dass ich mich hier mal wieder melde. Denn die nächsten Aktivitäten warten schon oder sind im Gange. Den Winter konnte ich das ein oder andere Mal aber viel zu wenig nutzen. Für nächstes Jahr habe ich da einen anderen Plan. Es darf doch gern mal wieder eine ganze Woche Skilaufen her :) .

Immerhin gelang es mir am vorletzten Wochenende gleich 3 Ski-Orientierungsläufe mitzulaufen, vermutlich ist damit meine diesjährige Skisaison aber auch beendet. Es war ein herrliches Wochenende und wurde spontan noch um einen Tag verlängert. Uns führte die Reise in eine mir bis dahin noch unbekannte Ski-Region, dem Heimatloipen vom Nordischen Kombinierer Eric Frenzel im Oberpfälzer Wald.

Gestartet wurde das Wochenende im tschechischen Marienbad gut 45 Autominuten von unserem Quartier entfernt. Da die Profiltiefe meiner Winterreifen nicht mehr für die tschechischen Straßenregeln reichte schlitterten wir in Ulfs Auto durch die Neuschneelandschaft. Erst in den letzten Tagen vor dem Wochenende gab es neuen Schnee für die Region und um ein Haar hätten die Läufe ausfallen müssen. Aber es passte ja alles und so fanden wir herrliche Skibedingungen mit einem netten Wegenetz aus Loipen und Skooterspuren im Sprint vor. Mein Start war eher etwas holprig, so musste ich mich doch erst wieder an die Skitechnik gewöhnen und ich stocherte eher so von Posten zu Posten durch den Schnee. Ich landete irgendwo im Mittelfeld.

Nachmittags gab es im Loipengebiet Silberhütte, direkt an der Deutsch-Tschechischen Grenze eine Mittelstrecke. Am Start ging es ein wenig durcheinander aber schlussendlich kam ich ganz gut in die Karte hinein. Die Technik war schon besser als am Vormittag, aber natürlich immer noch keine Augenweite. Ich kam wie im Sprint recht fehlerfrei durch.

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Am Sonntag wartete die Langstrecke auf uns nachdem über Nacht einige Zentimeter Neuschnee gefallen waren. Hier ging es am Ende über 24 km gespikt mit 500 hm auf deutscher und tschechischer Seite entlang. Am Startdreieck brauchte ich ein wenig um mich in die Karte einzulesen. Den ersten Berg ging es gut hinauf, aber auf dem Weg zum dritten Posten unterlief mir doch tatsächlich ein O-Fehler, bei dem ich in einen falschen Weg einbog. Als es ungewohnt bergab ging erkannte ich den Fehler und kehrte um. Im Anstieg zu Posten 4 entschied ich mich für eine andere Route als geplant, weil mir der Anstieg so ermüdend vorkam. Jedoch schon beim Ablaufen der unteren Route merkte ich, dass diese sehr langsam sein muss. Sie war jedoch auch nicht wie in der Karte breit dargestellt, sondern man hatte mit recht tiefem Schnee, auf begrenztem Raum und mit vielen Tourengängern zu tun. Hier verlor ich also ordentlich Zeit. Eine weitere Route, hinab ins tief Tal auf tschechischer Seite, traute ich mir nicht zu nehmen, es war eine gepunktete Loipe den Berg hinab, aber nach späterem auf die Karte blicken erkannte ich, dass sie gar nicht so steil war, wie sie auf den ersten Blick wirkte. Ansonsten bin ich in so schmalen Spuren steil bergab doch recht langsam unterwegs und darf ruhig eine Meter Umweg in kauf nehmen, wenn es sich dort leichter laufen läßt. Auf dem Rückweg aus dem Tal, hinauf zum höchsten Punkt des Gebietes wählte ich die dritte Variante ganz außen rum. Auch hier war die Loipe nicht so breit wie auf der Karte eingetragen und führte ebenfalls durch tieferen Neuschnee. Doch dort passierte es, dass ich plötzlich in die 1-1-Technik wechselte und da war sie zurück, meine Ski-Technik. Das konnte ich in der letzten halben Rennstunde noch auskosten und verlor ab da zur Konkurrenz doch deutlich weniger Zeit. Ich konnte noch bis zum Schluss guter Kräfte die Loipen langwetzen und so war ich auch aus phyischer Sicht sehr zufrieden mit dem Rennen.

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Hinterher reichte die Luft noch um eins zwei Posten einzusammeln. Abends entschied ich mich dann auch den Montag noch zum Skilaufen zu nutzen und die klassischen Ski heraus zu holen. So zogen Ulf und ich am Montag nochmal unsere Spuren durch die herrliche Winterlandschaft. Nachdem die Autos vom neuerlichen Schneefall freigeschaufelt waren.

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Nach 3 Tagen musste ich erstmal das Auto wiederfinden.