Australien 2018 – Stürmische Ostküste

Nachdem sich der morgentliche Regen in Hobart gelegt und ich meine sieben Sachen sortiert hatte fuhr ich mit Isa’s Auto zur Ostküste um mich langsam gen Norden zu einem Bikepark vorzuarbeiten. Zudem sollte sich das Wetter über die nächsten Tage bessern und es waren nochmals sonnige Tage zum abschließenden Radeln vorhergesagt.

Zunächst ging es auf der A3 gen Osten und bis nach Orford, wo ich mir ein wenig die Gegend anschaute und ne heiße Schoki genoss. Als nächstes Ziel hatte ich mir eine Steinbrücke entlang der A3 an der Küste ausgesucht. A3 heißt hier nicht Autobahn, sondern das ist eine ganz normale Landstraße. Der Himmel riss langsam auf, es gab aber auch noch beständige Schauer. Bis ich an der besagten Brücke ankam und auf der gegenüberliegenden Straßenseite noch ein Strand angekündet war. Das lockte nach einer Auszeit in der Sonne.

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Noch bevor der nächste Schauer aufziehen sollte machte ich mich auf den weiteren Weg gen Norden mit dem nächsten Stop auf einer Beerenfarm um der zusätzlichen Fruchtsaison zu frönen. Leider entpuppte sich das Blaubeereis als Reinfall und ich übergab es dem nahestehenden Mülleimer. Später erfuhr ich, dass sie das Eis gar nicht selbst herstellen wie einem vielleicht beim Verkauf suggeriert wird. Als letzten Schauer des Tages gab es Hagel. Auch mal was :) .

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Nächster Stop war Coles Bay und der dazugehörige Nationalpark. Hier wartete eine kleine Wanderung auf mich, eigentlich wollte ich nur zum Aussichtspunkt hinauf, aber nachdem ich mit einem Amerikaner (Profi-Photograph) in Rekordzeit raufgetiegert war entschloss ich mich trotz vorangerückter Stunde dazu die komplette Runde abzulaufen. Und ich wurde dadurch mit tollen Blicken und atemberaubenden Eindrücken belohnt. War die Weinglasbucht noch idyllisch ruhig fegte auf der Meerseite ein höllischer Sturm bei dem man sich gut festhalten musste, der aber für eine beeindruckende Szenerie sorgte.

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Nun war es an der Zeit eine Zeltplatz anzusteuern und vor Ladenschluss noch eine warme Mahlzeit einzunehmen. Das mit dem Essen sollte mir in Bicheno, bekannt für seine Mini-Pinguine, gelingen. Hin- und hergerissen zwischen Pinguinen anschauen und Zeltplatz aufsuchen machte ich mich dann doch zum Zeltplatz unterwegs. Es dämmerte schon leicht und da stand auch schon das erste Wallaby des Abends am Straßenrand. Nachdem ich etwas abbremste sprang es spontan entschlossen doch auf die andere Straßenseite. Nochmal gut gegangen. Im Kriechtempo immer auf der Lauer nach weiteren Tieren die die Straße queren wollen kam ich an der Häusersiedlung mit dem Campingplatz an. Eine alte Frau fragte ob ich an meinem Auto ein Chemie-Klo hätte und verwies mich auf einen Campingplatz 20 km weiter nördlich. Ich entschloss mich dann zurück nach Bicheno zu fahren, wo jedoch nicht wirklich der Bär steppte. Nach einer Weile fiel mir ein, dass es ja auch Backpacker gibt und siehe da im Backpacker von Bicheno konnte ich per Telefon noch jemanden erreichen und wenig später fand ich Einlass. Ich hatte sogar ein 8er-Zimmer für mich alleine und das zu einem erschwinglichen Preis.

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Am späten Abend ging ich dann noch eine Runde zur Küste um vielleicht doch noch einen der Mini-Pinguine zu erspähen, die in dieser Jahreszeit nächtlich an den Strand laufen um ihre Jungen in den Gebüschen zu versorgen. Schon auf dem ersten kleinen Pfad zum Wasser stolperte ich quasi über einen. Foto’s habe ich keine gelungenen, denn man stört sie ja ohnehin schon und dann ist es blöd würde man noch Licht oder Blitz verwenden um Foto’s zu knipsen. Mit einem Blick in den gigantischen Sternenhimmel klang der Abend dann auch aus.