{"id":710,"date":"2014-08-18T17:40:09","date_gmt":"2014-08-18T16:40:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hillclimb.de\/?page_id=710"},"modified":"2014-08-18T17:40:09","modified_gmt":"2014-08-18T16:40:09","slug":"kanada-2010-etappe-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hillclimb.de\/?page_id=710","title":{"rendered":"Kanada 2010 &#8211; Etappe 5"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">zur\u00fcck zur <a title=\"Kanada 2010\" href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/?page_id=603\">Tages\u00fcbersicht Kanada 2010<\/a> und zur <a title=\"Unterwegs\" href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/?page_id=54\">Reisen\u00fcbersicht<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">zur\u00fcck zu <a title=\"Kanada 2010 \u2013 Etappe 4\" href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/?page_id=706\">Etappe 4<\/a> oder weiter zu <a title=\"Kanada 2010 \u2013 Etappe 6\" href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/?page_id=712\">Etappe 6<\/a><\/p>\n<h2>Trans Rockies &#8211; Prolog (13.08.2010)<\/h2>\n<p>Little Elbow &#8211; Rafter Six Ranch<\/p>\n<p align=\"justify\">Heute Morgen sagte J\u00f6rn: &#8222;Attacke&#8220;. Also schwangen wir uns in die Klamotten und aufgew\u00e4rmten Schuhe.<\/p>\n<p align=\"justify\">\nIch war wohl so aufgeregt, dass ich gar nicht bemerkte wie ich mir noch ein zweites Trikot \u00fcberziehen wollte. Felix kommentierte das aber und hielt mich davon ab, obwohl ich erst protestierte. Attacke? Also taten wir es. Vom Start weg legten wir los, wir waren ja in den zweiten Startblock zur\u00fcckgefallen, konnten aber schon vor dem Startschuss beim zusammenschieben des Feldes uns weiter nach vorne mogeln. Die heutige Klamottenwahl war echt schwierig. Eine lange Etappe, auf 2200 m rauf, es regnete schon zum Morgen, aber wir fahren ja Wettkampf. Ich entschied mich dann f\u00fcr Knielinge, und was langes W\u00e4rmeres unter das kurze Trikot. Die Regenjacke wurde wie jeden Tag im Trinkrucksack verstaut. Von Little Elbow \u00fcber 3 Berge zur Rafter Six Ranch. Bis auf&#8217;s Wetter eine w\u00fcrdige K\u00f6nigsetappe.<br \/>\nWir kamen ganz gut los, obwohl diesmal die andere Seite meines R\u00fcckens j\u00e4mmerlich verspannt war und ich das beim Schieben merkte. Die Niederl\u00e4nder konnten sich nicht zu weit absetzen. In der ersten kleinen steinigeren Abfahrt \u00fcberholten wir die Niederl\u00e4nderin wieder am Ende der Abfahrt tauchte auf einmal die Schweizerin von hinten auf. Im welligen Gel\u00e4nde konnten wir aber kontern. Sie blieb zwar noch ein wenig an meinem Hinterrad dran, aber irgendwann musste sie dann doch abrei\u00dfen lassen. Das macht so im direkten Gegnerkontakt aber auch eine menge Spa\u00df. Und die Jungs haben sich das bestimmt von hinten lustig angeschaut wie wir um die Platzierungen k\u00e4mpften. Als ich dann beinahe so richtig mal ein Schlammloch vermessen hatte, eine Schlammspur hebelte mich aus, verlor ich meine Brille. W\u00e4hrend Felix zur\u00fcck rannte und die Brille suchte wurden wir nat\u00fcrlich wieder \u00fcberholt. Wobei der Teamkollege von der Niederl\u00e4nderin vermutlich schon \u00fcber alle Berge war und sie alles alleine fahren musste. Nach der ersten Verpflegung ging es in den Hauptanstieg des Tages. Es regnete nat\u00fcrlich immer noch, aber es schien weniger zu werden. Es &#8222;rollte&#8220; relativ gut hinauf. Selbst steilere St\u00fccken konnten wir im fahren nehmen. Oben wurde es aber schon recht kalt. Auf der ersten kleinen Abfahrt bemerkte Felix, dass seine Bremse gar nicht so gut l\u00e4uft und der Belag fast weggebremst war. Noch &#8222;schnell&#8220; \u00fcber den Gegenanstieg und dann hatten wir die meisten der H\u00f6henmeter des Tages bew\u00e4ltigt. Oben war es echt ungem\u00fctlich, kein Regen, aber Wind im offenen Gel\u00e4nde und eisig kalt. Auch ich zog mir nun lieber meine Regenjacke an. Im Anstieg h\u00f6rten wir schon einen Helikopter \u00fcber uns kreisen. Filmte er oder schaute er nach Verungl\u00fcckten oder was tat er? F\u00fcr uns ging es einfach nur weiter. Felix baute die Spannfeder zwischen den Bremsbel\u00e4gen aus und ich verschwand unterdessen im Busch. Nat\u00fcrlich zu dem Zeitpunkt als das bisher einzige Streckenmotorrad vorbei fuhr und fragte ob bei mir alle in Ordnung sei, weil ja mein Rad am Streckenrand lag &#8230; Die Aussicht konnten wir auf Grund des Nebels nicht genie\u00dfen und irgendwann ging es dann in eine f\u00fcr mich herrliche Abfahrt. Die Felix leider zum gr\u00f6\u00dften Teil hinab schieben musste. Gut 100 hm unter dem Berggipfel tauchte \u00fcberraschend die Niederl\u00e4nderin auf. Es lagen noch etwa 600 hm vor ihr, wof\u00fcr sie scheinbar einiges an Zeit ben\u00f6tigte. Ihren Teampartner trafen wir eine halbe Stunde sp\u00e4ter am zweiten Kontrollpunkt im W\u00e4rmezelt. Er hatte wohl noch ein wenig auf sie zu warten. Felix hatte unterdessen weiter mit seinen Bremsen zu k\u00e4mpfen, sie waren so verschlammt, dass er selbst im flachen ackern musste um an mir dran zu bleiben, sie bremsten n\u00e4mlich von alleine und das klang gar nicht angenehm. Normalerweise sollten sich Teampartner nicht mehr als 2 min von einander entfernen, aber das schien die Streckenkontrolleure gar nicht zu interessieren. Nagut, angestachelt davon ging es auf die letzten 25 km. \u00dcberwiegend bergab und dann doch relativ schnell Richtung Ziel entgegen. Unterwegs wunderten wir uns warum wir Teams sahen, die wir die Tage zuvor nie gesehen hatten. Und im Ziel waren auch schon ganz viele, die sonst immer deutlich langsamer waren als wir und das wo wir doch heute Attacke gefahren sind und uns auch ganz flott vorkamen. Bald erkl\u00e4rte sich alles, die Rennleitung hatte ab dem ersten Verpflegungsposten kurz nach uns die meisten Teams lieber \u00fcber die Stra\u00dfe und nicht \u00fcber den Berg geschickt &#8211; wegen der K\u00e4lte und dem Wetter oben auf dem Kamm. Das war schon eine irrsinnige Etappe und auf alle F\u00e4lle verdiente diese den Namen K\u00f6nigsetappe. F\u00fcr uns war das eine Vorentscheidung um Platz 4 denn wir holten 40 min auf die Niederl\u00e4nder raus, die Schweizer nahmen den Zeitverlust in Kauf und fuhren nicht \u00fcber den Berg. Das Wetter und die schwierigen Bedingungen kamen uns wohl entgegen und am Ende hatten wir sogar einen Podestplatz in der Tageswertung. Mit Platz 3 waren wir das einzige Team was \u00fcberhaupt mal in die \u00dcberlegene 3er-Spitze einr\u00fccken konnte. Mal wieder entgegen den nat\u00fcrlichen Gesetzen eines MTB-Marathons gewannen wir den Positionskampf im Bergabfahren und vor allem durch die Super Teamarbeit &#8211; die Niederl\u00e4nder waren uns fahrerisch eigentlich \u00fcberlegen. Um Felix beneideten mich wohl so manche andere Teampartner und ab und an hat auch mal ein anderes Team im Schieben geholfen, das war dann nat\u00fcrlich auch ganz witzig. Auf der Abschlussetappe hei\u00dft es nun nur noch den Vorsprung von 35 min zu verteidigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zur\u00fcck zur Tages\u00fcbersicht Kanada 2010 und zur Reisen\u00fcbersicht zur\u00fcck zu Etappe 4 oder weiter zu Etappe 6 Trans Rockies &#8211; Prolog (13.08.2010) Little Elbow &#8211; Rafter Six Ranch Heute Morgen sagte J\u00f6rn: &#8222;Attacke&#8220;. 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