{"id":1073,"date":"2015-05-16T15:01:14","date_gmt":"2015-05-16T13:01:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hillclimb.de\/?p=1073"},"modified":"2019-05-30T08:48:27","modified_gmt":"2019-05-30T06:48:27","slug":"weltcup-in-ungarn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillclimb.de\/?p=1073","title":{"rendered":"Weltcup in Ungarn"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am ersten Maiwochenende startete auch ich endlich in die neue MTBO-Saison. Die Reise f\u00fchrte Ulf und mich nach V\u00e1rgezstes in Ungarn. Ein Wald mit einer Burg musste f\u00fcr 3 Tage als die Spielwiese herhalten.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Anreise war etwas l\u00e4nger, denn tags zuvor landete mein Flieger aus der Karibik in Berlin. Die vergangenen 4 Wochen arbeitete ich auf dem Forschungsschiff Meteor. Entsprechend waren auch die Trainingsm\u00f6glichkeiten begrenzt. Die Rolle konnte ich denoch gut nutzen und so sollte auch ein wenig Form \u00fcbrig geblieben sein. Die n\u00e4chsten Tage sollten das zeigen. Donnerstag kamen wir nach 8 h Fahrt in V\u00e1rgezstes an und bereiteten sogleich die R\u00e4der vor, damit wir noch das Model-Event mitfahren konnte. Ich \u00fcbertrieb es dabei nicht, denn ich war mir nicht sicher ob mich die kleine Erk\u00e4ltung die mich noch in der warmen Karibik erwischte schon wieder los war. Die Anstiege im Model-Event lie\u00dfen mich zweifeln, aber die Gegend und der Wald waren eigentlich ganz h\u00fcbsch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Massenstart<\/strong><\/p>\n<p>Im neuen Format des Massenstarts ging es am 1. Mai los. Mit meiner Startnummer erwischte ich bei der eigenwilligen Anordnung der Startpl\u00e4tze einen Platz in der ersten Reihe. Es fing also gut an. Die R\u00e4der lagen gut 80 m von den Karten entfernt, also mussten wir das erste St\u00fcck nach dem Startschuss laufen im Sinne eines Le-Mans-Startes laufen. Ich kam gut weg und reihte mich auf dem Rad an vierter Position liegen ein. Auf der ersten Route folgte ich entgegen meines urspr\u00fcnglichen Planes den ersten Fahrerinnen. Weiter hinten im Feld entschieden sich einige f\u00fcr die andere Route und lagen damit auch gut. Die ersten waren etwa 20 s vor meiner Gruppe am ersten Posten. Ich fiel im 2\/3 des Berges dann leider etwas zur\u00fcck und musste mein eigenes Tempo gehen. Ich war mir mit der Erk\u00e4ltung noch nicht sicher, aber im Verlauf des Rennens merkte ich dass die Atemwege immer freier wurden und ab der Rennh\u00e4lfte konnte ich dann physisch wie auch von der Orientierung her einen Zahn zulegen. Die letzten 5 Posten ging es dann nur noch die H\u00f6henmeter hinab, hier konnte ich mit einer Russin zusammen fahren, aber die n\u00e4chste Frau die wir einholten nicht noch \u00fcberholen. Insgesamt verlor ich doch recht viel Zeit und kam auf Platz 26 ins Ziel. Ich hatte mir nicht so super viel erwartet unter den gegebenen Vorraussetzungen, aber es lief schon ganz ok wenn auch nicht optimal. Von der Orientierung her war es ein recht leichtes Rennen wenngleich einige Routenwahlen anstanden. Im letzten Renndrittel verlor ich deutlich weniger Zeit zur Konkurrenz als zu Beginn, das stimmte mich zuversichtlich auf die folgende Mittelstrecke.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mittelstrecke<\/strong><\/p>\n<p>Die Mittelstrecke war eine Schlammschlacht. Kurz vor dem Start vernahm ich schon ein leichtes knirscheln an den Scheibenbremsen &#8211; Sand hatte sich wohl schon bis hinauf gearbeitet. Auf dem Weg zum zweiten Posten entschied ich mich schlussendlich f\u00fcr eine schlammigere Route und am Ende des ersten richtigen Weges auf der Postenverbindung hatte ich Stillstand am Rad. Das hintere Laufrad hatte sich so schlimm mit Lehm zugesetzt, dass sich nichts mehr bewegte und das Rad sich doppelt so schwer anf\u00fchlte. Also nahm ich mir die Zeit und schob den Schlamm beiseite. Im folgenden Anstieg wollte ich wohl Zeit wieder gut machen, auf alle F\u00e4lle nahm ich einen falschen Abzweig und verlor so gleich noch 4 min. Die Posten oben auf dem Plateau waren sehr \u00e4hnlich zu denen am Vortag. Interessant wurde das Rennen erst, als es in den unten gelegenen flacheren Teil ging. Leider wurde ich dort Opfer einer Routenwahl mit so vielen umgefallenen, dass ich sogar umkehren musste. Auf der selben Verbindung bog ich dann noch einen Weg zu zeitig ein, so dass ich fast 7 min kassierte. Mit dem Wissen dieser Fehler stecke ich schlu\u00dfendlich ein wenig auf und nahm die Beine hoch um sie f\u00fcr die Staffel am n\u00e4chsten Tag nicht zu m\u00fcde zu fahren. Platz 30 und ein Rennen mit dem ich gar nicht zufrieden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/2015ungarnWC.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1072\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/2015ungarnWC-300x150.jpg\" alt=\"2015ungarnWC\" width=\"300\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mixed-Staffel<\/strong><\/p>\n<p>Die Staffel ist immer wieder ein sch\u00f6nes Rennen. Im Massenstart starteten aus taktischen Gr\u00fcnden fast alle Frauen, so also auch ich. In unserer Staffel waren noch Hendrik und Mark. Irgendwie hatte ich schon wieder einen Startplatz in der ersten Reihe und den setzte ich in die F\u00fchrung bis zum 400 m entfernten Startdreieck um. Danach kamen die ersten M\u00e4nner und \u00fcberholten mich. Ein paar Meter konnte ich dran bleiben, aber dann musste ich sie ziehen lassen. So geschah es auch noch mit einigen Frauen so dass ich als eine der letzten an meinem ersten Posten war. Auf der langen Routenentscheidung hatte ich mir eine gute Route ausgeschaut, da ich aber nicht allein war war ich unkonzentriert und habe den Wegeinstieg (breiter Fahrweg) irgendwie verpasst. Also bin ich weiter auf der Route der anderen gefahren, bis wir uns schlussendlich in 3 Richtungen trennten. Durch einen Fehler hatte ich den Anschluss an die schnelleren dieser Gruppe verpasst und fuhr ein St\u00fcck allein, bis wir uns zu dritt wieder fanden. Von da an wechselten wir hier und da mal die F\u00fchrungsarbeit in der Gruppe. Und konnten so kleinere Fehler schnell kompensieren. Am Ende konnte ich mich von den anderen zweien noch absetzen und auf eine vor uns liegende auffahren, die im kurz vor dem Wechsel auf Hendrik noch \u00fcberholte. Wir wechselten dennoch weit hinter den ersten Teams und ein wenig hinter unseren Erwartungen. Am Ende wurde es Nationenrang 11.<\/p>\n<p>Einige Graupen leistete ich mir auch an diesem Tag, aber ich konnte auch positives erkennen. Und klar wurde, dass mir Rennpraxis fehlte, f\u00fcr die physische Komponente und vor allem auch den Orientierungsteil. Das kann ja nun die n\u00e4chsten Wochen noch kommen. Ich blicke zuversichtlicher und mit besserer Form in die Saison als in die Saison 2014. Die ungarische Spielwiese entpuppte sich f\u00fcr drei Rennen doch ein wenig zu klein. Spa\u00df machte es aber allemal und die n\u00e4chsten Rennen k\u00f6nnen kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Video mit meiner Helmkamera von der Mixed-Staffel findet sich hier: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/ist50j_0UyA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/youtu.be\/ist50j_0UyA<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am ersten Maiwochenende startete auch ich endlich in die neue MTBO-Saison. Die Reise f\u00fchrte Ulf und mich nach V\u00e1rgezstes in Ungarn. 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