{"id":2205,"date":"2018-08-21T08:03:45","date_gmt":"2018-08-21T06:03:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hillclimb.de\/?p=2205"},"modified":"2019-05-30T08:37:47","modified_gmt":"2019-05-30T06:37:47","slug":"faaborg-mtb-marathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillclimb.de\/?p=2205","title":{"rendered":"Faaborg MTB-Marathon"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unendlich lang schl\u00e4ngelten sich die Mono-Pfade durch die W\u00e4lder der Svanninge Bakker. Eine sch\u00f6ne Streckenf\u00fchrung durch sch\u00f6ne Landschaft und gute Beine machten den MTB-Marathon in von Faaborg sehr kurzweilig.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Endlich passte es mal wieder mit einem MTB-Marathon, wenngleich ich mich f\u00fcr die mittlere Streckenl\u00e4nge entschied in Hinblick auf das m\u00f6gliche doch nicht Saison-Ende und einer Vorbereitungsphase f\u00fcr das MTBO-Weltcup-Finale in Portugal (doch das m\u00fcssen wir erstmal noch abwarten). Zusammen mit Lukas meldeten wir uns am Vorabend an, nachdem wir am Nachmittag noch eine kleine MTB-Tour am Kanal drehten, die jedoch haupts\u00e4chlich aus Kuchenpause bestand. Irgendwie waren die Beine nach der WM noch nicht wieder ganz frisch, wobei sie sich auf dem R\u00fcckweg der Tour schon ein klein wenig zur\u00fcck meldeten. Abends las ich dann noch meinen <a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/?p=416\">Bericht von 2013<\/a>, als ich das erste mal beim Faaborg-MTB startete. Damal war das zusammen mit Felix unsere Generalprobe f\u00fcr das BC Bike Race in Kanada.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lang war es her, dass ich mir zum Sonntag auf kurz nach 6 Uhr den Wecker stellte. Aber da war es wieder: Die ganze Stadt schl\u00e4ft und die Sonne mogelt sich \u00fcber den Horizont, als ich das Auto starte und gut 20 min zu sp\u00e4t bei Lukas auftauche. Irgendwie \u00e4ndert man sich ja doch nicht, also legten wir alles daran um regelgerecht und rechtzeitig zum Start nach Faaborg zu fahren. Die 20 min holten wir irgendwie nie auf, aber wir waren dann doch gut 45 min vor dem Start da. Quasi an der Startlinie justierten wir nochmal den Bremssattel an Lukas seinem Rad und dann schob ich das Rad zusammen mit 2 anderen Frauen in die erste Startreihe, dazu gesellten sich noch 3-4 M\u00e4nner. Da m\u00fcssen wir also nicht \u00fcber Motivation und Ambition beim Rennen sprechen \ud83d\ude09 .<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/FaaborgMTB2018_SvannigeBakker_e800.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2201 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/FaaborgMTB2018_SvannigeBakker_e800-200x300.jpg\" alt=\"FaaborgMTB2018_SvannigeBakker_e800\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Unser F\u00fchrungsfahrzeug f\u00fcr die ersten 2 km war ein Radfahrer auf einem Fully mit m\u00e4chtig Federweg, aber alle blieben brav dahinter, bis wir auf den ersten Schotterweg einbogen. Dann ging der Sprint auch schon los. Die erste Gruppe von gut 10 M\u00e4nnern musste ich dann leider nach den ersten Gel\u00e4ndewellen ziehen lassen, aber ich befand mich noch in guter Gesellschaft und nach gut 11 min bogen wir auf den Rundkurs, den wir 2mal zu durchfahren hatten ein. Nun ging es auch gleich in die zwei steilen Hauptanstiege, in denen ich mit meiner \u00dcbersetzung von 34-42 schon arg am Limit war, vor allem wenn man in der Startphase schon am Limit fuhr ( Jahresbestwerte \u00fcber 20 min \ud83d\ude00 ). Am oberen Ende des zweiten Anstiegs sah ich eine der beiden Frauen aus Startreihe 1. Ich lie\u00df sie heran kommen, da ich der Meinung war, dass sie am Berg st\u00e4rker ist als ich und klemmte mich an ihr Hinterrad. Die n\u00e4chsten 30 min wich ich kaum mehr als 30 cm von ihrem Hinterrad ab. Einmal fuhr ich ihr in einer Spitzkehre im Trail leider aufs Hinterrad auf, entschuldigte mich und es ging weiter. Ich h\u00e4tte ein St\u00fcck schneller durch die engen, geschl\u00e4ngelten Pfade fahren k\u00f6nnen. So legte ich mir die Taktik zurecht, dass ich versuche bis zu den zwei Doppelanstiegen am Anfang von Runde 2 an ihr dran zu bleiben und dann zu versuchen vor ihr in den ersten Trail zu kommen. Doch zun\u00e4chst kam ein weiterer Anstieg zur H\u00e4lfte von Runde 1. Auch hier klebte ich f\u00f6rmlich an ihrem Hinterrad. Sie drehte sich oben um, vermutlich um nach mir Ausschau zu halten und erblickte mich nat\u00fcrlich direkt am Hinterrad \ud83d\ude42 . In der folgenden Abfahrt und flachen Passage setze ich mich vor sie um nicht nur zu lutschen, doch dabei habe ich sie irgendwie verloren. Lange h\u00f6rte ich noch eine Frauenstimme einige Sekunden zur\u00fcck, irgendwann verstummte aber auch die.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/FaaborgMTB2018_Abfahrt_e1000.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-2200 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/FaaborgMTB2018_Abfahrt_e1000-300x183.jpg\" alt=\"FaaborgMTB2018_Abfahrt_e1000\" width=\"300\" height=\"183\" \/><\/a>Eingangs Runde 2 sagte ich mir, so schlimm kann der Doppel-Anstieg nicht werden, schlie\u00dflich bin ich jetzt viel erholter und weniger am Limit als noch im Start. Und so kam es dann auch. Etwas lockerer kam ich die Anstiege rauf und die n\u00e4chsten Trails waren wieder purer Genuss und erinnerten so ein klein wenig an Kanada. Ab und an fuhr ich auf ein paar M\u00e4nner-Fahrer auf, manche lie\u00dfen mich passieren, anderen hielten best\u00e4ndig 4-5 Fahrer auf, fuhren in den geraden leicht ansteigenden Passagen so schnell, dass man nicht vorbei kam und &#8222;blockierten&#8220; den n\u00e4chsten Trail. Das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau, denn das Tempo war immer noch recht hoch. Im zweiten Anstieg zur Rundenmitte fiel mir dann \u00fcberraschend die Kette zwischen Speichen und Kassette, so dass ich kurz Inne halten musste. Ich hatte den Endanschlag der Schaltung nicht nochmal justiert, nachdem ich mir am Vorabend mangels eines passenden Spacers selbst einen Ring abfeilte, aber jedoch nur soweit, dass die Kette sauber lief. Zum Gl\u00fcck war es das einzigste Mal f\u00fcr den Rest des Rennens. Kurze Zeit sp\u00e4ter entfleuchte mir noch mein Gel, das ich gerade ge\u00f6ffnet hatte um nochmal Energie nachzutanken f\u00fcr ein starkes Finale. Zum Gl\u00fcck in einem leichten Wiesenanstieg, also musste ich auch hier kurz anhalten und ein paar Schritte zur\u00fcck gehen. Als uns dann der Wald wieder ausspuckte hatten wir noch gut 5 Kilometer wieder zur\u00fcck in den Hafen von Faaborg. Diese bestritt ich mit zun\u00e4chst mit einem anderen M\u00e4nnerfahrer, bis uns einer aufgabelte und ich mit ihm dann weiter \u00fcber die Gel\u00e4ndewellen dr\u00fcckte. Das war nochmal ein stattlicher Zielsprint und ich blickte zufrieden auf meine Tagesleistung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180818_185748_e1000.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2203\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180818_185748_e1000-300x169.jpg\" alt=\"20180818_185748_e1000\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180819_123228_1000.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2204\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180819_123228_1000-300x169.jpg\" alt=\"20180819_123228_1000\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a><\/p>\n<p>42 km mit 800 H\u00f6henmetern legte ich in 2:21 Stunden zur\u00fcck. Die beiden Runden fuhr ich sehr konstant im Tempo mit 58:40 min und 58:19 min auf 14 km, wobei ich ja zwei kleine Stops in Runde zwei hatte. Die Frau auf der langen Runde hatte \u00fcbrigens \u00e4hnliche Rundenzeiten wie ich, das w\u00e4re also ein echt enger Kampf geworden. Auf meiner Strecke bin ich von den 130 Startern sogar unter die ersten 20 geradelt, wobei glaube ich zwei U15-Fahrer vor mir waren. Es war eine staubige aber von Anfang bis zum Ziel unheimlich sch\u00f6ne Veranstaltung, die ich gern wieder besuche. Auch Lukas hatte bei seinem Rennwiedereinstieg sichtlich Spa\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unendlich lang schl\u00e4ngelten sich die Mono-Pfade durch die W\u00e4lder der Svanninge Bakker. 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