{"id":2705,"date":"2005-09-12T08:15:23","date_gmt":"2005-09-12T07:15:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hillclimb.de\/?p=2705"},"modified":"2005-09-12T08:15:23","modified_gmt":"2005-09-12T07:15:23","slug":"3-mtbo-wm-in-banska-bystrica-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillclimb.de\/?p=2705","title":{"rendered":"3. MTBO-WM in Banska Bystrica 2005"},"content":{"rendered":"<p>Slowakei: 05.-11. September 2005<br \/>\n<strong>Die 3. MTBO-WM fand im slowakischen Banska Bystrica am Rande der Niederen Tatra statt. Um drei Titel wurde bei den M\u00e4nnern und Frauen gek\u00e4mpft. 63 Frauen und 131 M\u00e4nner stellten sich den Bergen mit den scheinbar nie endenden Anstiegen, den rasanten und steilen Abfahrten und den kultigen Singletrails entlang der H\u00e4nge.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nIch geh\u00f6rte auch wieder zum Team und hatte ja noch den Titel vom Vorjahr im S\u00e4ckel. Ich selber versp\u00fcrte aber keinen Druck wieder irgendetwas rei\u00dfen zu m\u00fcssen. Gerade weil ich ja nun auch angefangen hatte zu arbeiten, stand ich meinem Leistungsverm\u00f6gen bei solchen Veranstaltungen etwas skeptisch gegen\u00fcber. Eine Top5 Platzierung in einem der beiden Rennen stellte ich mir aber dennoch als Ziel.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/bilder\/rad\/wm05\/team.jpg\" alt=\"\" \/>Sonntag trafen wir uns mit Bus und PKW in Dresden und passierten nach dem R\u00e4der einschichten auch irgendwann die Stadtgrenzen gen Prag. Die Anfahrt zog sich und erst kurz vor null Uhr erreichten wir das Studentenwohnheim in dem wir die n\u00e4chsten Tage verbringen sollten. Das Quartier war eigentlich ganz gut, es gab f\u00fcr uns eine Etage mit K\u00fcche und 4 Wohneinheiten, also Platz genug.<\/p>\n<p>Den Montag nutzten wir um uns mit der Umgebung anzufreunden. Es gab einen kleinen Modellwettkampf, in dem man sich an die Art der Karte, das Gel\u00e4nde, die Postenh\u00e4ngung und die Regeln gew\u00f6hnen konnte. Ein paar Photo&#8217;s wurden geschossen und die Flu\u00dfdurchfahrt f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag auf der Zielpflichtstrecke ge\u00fcbt. Schnell war der Tag vor\u00fcber und Abends gab es die Wettkampfbesprechung f\u00fcr das Mitteldistanz Rennen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/bilder\/rad\/wm05\/modell_zaun.jpg\" alt=\"\" \/><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/bilder\/rad\/wm05\/mokki.jpg\" alt=\"\" \/>Ich stand am Dienstag gegen Mittag am Start. Die Uhr tickte und piepte von Zeit zu Zeit um einen Fahrer nach dem anderen in den Wettkampf zu lassen. Ich bekam meine Karte und bemerkte nun, dass an meinem Kartenhalter etwas nicht stimmte. Aber ich dachte, macht nix, das wird schon halten. Die Karte war schnell gefaltet und die Schutzh\u00fclle des Kartenhalters gespannt. Ein letztes Piepen f\u00fcr mich und es ging einen langen Anstieg nach oben. Mein Kartenhalter war nicht mehr zu reparieren und l\u00f6ste sich immer mehr. Vielleicht lag es auch zu einem Teil daran, dass ich dann einen Fehler macht, der mich das ganze Rennen kostete. Eine Wiese zu fr\u00fch wollte ich abbiegen, obwohl ich vor mir schon<br \/>\neine Mitkonkurrentin im Wald verschwinden sah. 5 min waren mit dieser Aktion schon vergeben, die restlichen fast 4 min mu\u00df ich auf den Kartenhalter schieben, den ich noch auf dem Weg zum ersten Posten am Wegesrand platzieren mu\u00dfte. Mit Karte in der Hand ging es weiter. Ich nahm nun erst einmal Tempo heraus und versuchte mich wieder zu fangen. Das gelang mir auch ganz gut und ich hatte wieder ansehbare Zwischenzeiten, wenn man das Karte Falten mal abzieht. An jedem Posten mu\u00dfte ich nun die Karte auffalten, mich f\u00fcr eine Strecke entscheiden und die Karte f\u00fcr diese Passage zurechtknicken.<\/p>\n<p>An einer weiteren langen Postenverbindung strauchelte ich wie so einige ein zweites Mal in diesem Rennen. Ich entschied mich f\u00fcr die l\u00e4ngere und h\u00f6henmeterintensivere rechte Ortsvariante und kassierte so noch einmal 7 1\/2 min. Auf Platz 40 beendete ich das Rennen und h\u00e4tte am liebsten die n\u00e4chsten 5 Stunden keinen sehen wollen. Woran lag es dass ich solche Fehler machte, die ich nicht allein auf den Kartenhalter schieben kann? Auch bei unseren anderen Startern war mit Plattf\u00fc\u00dfen und St\u00fcrzen ziehmlich viel Pech im Spiel, aber hoffentlich das Pech der ganzen Woche.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/bilder\/rad\/wm05\/staffel_runde.jpg\" alt=\"\" height=\"215\" \/><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/bilder\/rad\/wm05\/mokki_stand.jpg\" alt=\"\" height=\"215\" \/>Mittwoch, der Tag nach der Misere. Da galt es sich wieder reinzufinden, denn bei uns Frauen bestand die Qualifikation f\u00fcr die Langstrecke einzig darin, 2 Frauen zu eliminieren. So konnte ich mir auch ein paar Routenwahl und Wegqualit\u00e4tstests einzubauen. Auch konnte ich meine Kr\u00e4fte schonen. So legte ich mich nur an einigen Anstiegen mal etwas mehr ins Zeug. Nichts destotrotz war ich mit dem Rennen nicht zufrieden, weil ich an manchen Stellen Fehler machte, vor allem wieder in der Routenwahl. Wir Frauen kamen so auch alle weiter und einzig unsere Startpl\u00e4tze wurden \u00fcber die Zeit und Platzierung bestimmt. Bei den M\u00e4nnern erreichten nur 2 das Finale, Maggi und Hendrik. Wobei Hendrik mit Platz 20 in seinem Vorlauf uns alle mit ihm bangen lie\u00df.<br \/>\nDonnerstag war Ruhetag. Ein lockere Runde rollten wir und nachmittags schl\u00fcrften wir Kaffee und Hei\u00dfe Schoki in einem Caf\u00e8 am Marktplatz. Danach hie\u00df es die Vorbereitung auf die am n\u00e4chsten Tag folgende Staffelentscheidung anzugehen.<\/p>\n<p>Der goldene Freitag. Ich sollte den Start \u00fcbernehmen und wenn m\u00f6glich ein kleines Loch rei\u00dfen. Am Anfang aber sch\u00f6n ruhig ins Rennen gehen, damit uns nicht Hastigkeitsfehler zum Verh\u00e4ngnis werden. Massenstart: Die Karten liegen in einer Reihe, 50 m entfernt die R\u00e4der auf einer frisch gem\u00e4hten Wiese. Was war mir schlecht vor dem Start, bisher hatte ich erst eine Staffel, die ich nicht versaut hatte. Insgesamt war das sowieso erst meine 5. Staffel \u00fcberhaupt. Und dann mal wieder am Start. Die Aufregung l\u00f6ste sich in Spannung und Konzentration f\u00fcr das Rennen und so fuhr ich in gro\u00dfer Ruhe zum ersten Posten und machte dabei schon den Rest meiner Postenverbindungen fix. So mu\u00dfte ich unterwegs nicht mehr viel danach schauen, welche Route ich nehme, sondern konnte mich voll und ganz auf das Gel\u00e4nde konzentrieren. Nur zweimal schaute ich mich im ganzen Rennen um, das eine Mal erblickte ich in beruhigender Entfernung meine Konkurrenz und das zweite Mal am Skihang vor dem Sichtposten konnte ich gar kein Trikot ausfindig machen. Als erstes querte ich die Wechsellinie und schickte Gerit auf den Kurs. Gerit kam mit Vorsprung wieder und Antje legte sich nun ins Zeug diesen Vorsprung zu halten. Mir war nicht nur vor dem Rennen schlecht, auch im Rennen, am oberen Ende des Skihanges und vor allem dann nach meinem Rennen, als es hie\u00df abzuwarten, was Antje macht. Am Ende sah es nach einem souver\u00e4nen Start-Ziel-Sieg aus. Gold und wieder Weltmeister, diesmal in der Staffel.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/bilder\/rad\/wm05\/staffel_sichtposten.jpg\" alt=\"\" \/>Samstag: Nein, der Hunger war noch nicht gestillt. Diesmal wollte ich von Beginnan auf Angriff fahren. Das ging auch ganz gut, hatte eine relativ schnelle Verbindung zum ersten Posten, bin nur zu fr\u00fch auf die Wiese gebogen und war damit sehr viel langsamer als auf dem Weg. Die n\u00e4chsten Posten kam es mir eigentlich immer schnell vor, auch wenn mir die Ergebnisse ein paar schlechte Routenwahlen aufzeigten. Am ersten Radioposten hatte ich damit die zweitschnellste Zeit hinter Antje. Und dann kam ich ins Gr\u00fcbeln. Wieder eine lange Postenverbindung. Und ich konnte mich nicht entscheiden. Meine Konzentration war l\u00e4ngst nicht so hoch wie noch am Vortag. Diesmal lie\u00df ich mich von bereits eingeholten ziehmlich aus der Ruhe bringen. Und so stand ich sehr lange um eine Entscheidung zu finden. Ich nahm die richtige Route, aber die Zeit, die ich da stand war eben verlorene. Am letzten Sichtposten 5 min vor dem Ziel lag ich damit auf Rang 6. Aber es ging eng zu und das Rennen ist eben auch erst hinter dem Zielstrich zu ende. Mit einer guten Routenwahl und meinen Sprintf\u00e4higkeiten schob ich mich noch auf den 3. Podestplatz vor. Im Ziel dachte ich noch das Rennen total verzockt zu haben, aber mit der letzten Fahrerin wurde es gewiss &#8211; ich habe Bronze gewonnen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/bilder\/rad\/wm05\/staffel_podest.jpg\" alt=\"\" \/>Unglaublich also auch meine 2. WM-Teilnahme. Ich habe den Einzeltitel gegen den Staffeltitel getauscht und noch dazu eine Medaille auf der Langstrecke erfahren &#8211; der Sekt sch\u00e4umte und die Party am Abend konnte beginnen. Als es dann noch am Abend begann zu regnen, wurde mir so richtig klar, wie perfekt wieder diese WM-Woche war, trotz dem anf\u00e4nglichen Pech. Und schon jetzt bin ich wieder hei\u00df auf n\u00e4chstes Jahr, wenngleich f\u00fcr mich die Karten dort vielleicht nicht ganz so gut sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Slowakei: 05.-11. September 2005 Die 3. MTBO-WM fand im slowakischen Banska Bystrica am Rande der Niederen Tatra statt. 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