{"id":328,"date":"2012-06-10T08:43:08","date_gmt":"2012-06-10T07:43:08","guid":{"rendered":"http:\/\/2014.hillclimb.de\/?p=328"},"modified":"2012-06-10T08:43:08","modified_gmt":"2012-06-10T07:43:08","slug":"die-rader-rollen-in-polen-beim-weltcup","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillclimb.de\/?p=328","title":{"rendered":"Die R\u00e4der rollen in Polen beim Weltcup"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jetzt wird es aber mal Zeit hier ein wenig vom Weltcup zu schreiben. Von Donnerstag bis Sonntag vor einer Woche waren die H\u00f6hen um Zieleniec und Duzsniki-Zdroj die Spielwiese f\u00fcr die zweite Weltcup-Runde diesen Jahres.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die polnische Autobahn f\u00fchrte bis zu einer Autostunde heran ans Adlergebirge nahe der Polnisch-Tschechischen Grenze. Ab da hie\u00df es sich durch die Auto- und vor allem LKW-Ketten zu schl\u00e4ngeln. Nachmittags hatte ich es nach nicht ganz 4 Stunden recht entspannt geschafft und konnte das Hotel beziehen und zum Model-Event fahren. F\u00fcr das erste waren Karte und Gel\u00e4nde ganz gut. Der Sprint sollte in Duzsniki-Zdroj am Freitag nachmittags starten. Doch zuvor mussten wir noch beim Er\u00f6ffnungsumzug teilnehmen. Da wir nur zwei deutsche waren gingen wir auch hin und konnten uns so nicht so ganz perfekt auf das Rennen einstellen. Der erste Posten war zwar schnell gefunden. Allerdings im darauffolgenden Anstieg verlor ich sehr viel Zeit. Wom\u00f6glich auch durch eine schlechtere Route und Karte f\u00fcr den Rest der Strecke zurechtr\u00fccken. Auf der n\u00e4chsten Routenverbindung war ich auch im Kopf etwas langsam und dallerte so vor mich hin. Konsequenz, die nach mir gestartete Ungarin \u00fcberholte mich auf ihrer besseren Route. Und komischer Weise fuhr sie gar nicht so extrem schnell. Einen weiteren Posten schaute ich mir das noch an &#8211; wie konnte sie mich so einholen? Da muss ich wohl nochmal Kartenstudium betreiben. Auf alle f\u00e4lle ging es aus dem Wegreichen und steilen Waldhang mit Posten 5 hinaus und ich versuchte mit den folgenden schnellen Richtungswechseln im Parkgel\u00e4nde mich davon zu arbeiten. Sie blieb aber behebig dran und so fuhren wir die n\u00e4chsten 10 min zusammen bis ich mich vorn verhaspelte und einen Kartendreher im Kopf hatte. Zwei kleinere Fehler kamen also noch hinzu und so hatte ich im Ziel doch einen betr\u00e4chtlichen R\u00fcckstand. Insgesamt fehlte aber ein wenig die Agressivit\u00e4t im Tritt und auf dem Rad vor allem zu Beginn und somit blieb ein etwas entt\u00e4uschender 23 Platz stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der folgenden Mittelstrecke am Samstag wollte ich das nat\u00fcrlich besser machen. Auch hier begann es gleich mit Anstiegen und Passagen wo man ordentlich dr\u00fccken konnte. Leider auch mit einer Routenwahl, die ich zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt sicher anders getroffen hatte. Hier aber gleich vom Start weg ohne das Wegenetz auch nur ann\u00e4hernd zu kennen. Ich entschied mich f\u00fcr die l\u00e4ngere aber die mit der besseren Wegqualit\u00e4t und weniger H\u00f6henmetern und verlor so 30 s. Zum dritten Posten gleich noch einen riesigen Fehler, am Wegeinstieg vorbeigefahren und lange nicht bemerkt. Wieder 1 min Fehler dazu und schon hatte mich eine Tschechin ein. Sie spannte sich vor mich und ich versuchte dran zu bleiben. Taktik war ihr soweit zu folgen wie ging und vor allem keine anderen Routenentscheidungen zu treffen. So h\u00e4chelte ich gut eine ganze Postenverbindung so halbwegs hinterher, aber sie arbeitete sich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck davon. Am sechsten Posten sah ich noch welche Route sie nahm und irgendwann verlor ich sie fast v\u00f6llig aus den Augen. Zwischendurch musste ich auch immer wieder anhalten und Ge\u00e4st und St\u00f6cke aus meinen Laufr\u00e4dern ziehen, 4 oder 5mal verfing sich was, aber zum Gl\u00fcck ohne Schaden anzurichten. Den Rest war ich von einer Schwedin begleitet, gut 6 min vor mir gestartet. Zu Posten 10 w\u00e4hlte ich eine lange Laufpassage und k\u00fcrzte dadurch sehr viel langsam zu fahrenden Weg ab. Auch wenn ich total langsam im Laufen war waren das f\u00fcr mich gut 30 s Zeiteinsparnis, die Schwedin war sogar nochmal 10 s schneller als ich und sah auch nicht wie ein Laufwunder aus. Das sollte ich mir also auch f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag merken. In Polen durften wir querfahren. Das hatte ich allerdings am vorletzten Posten vergessen und so k\u00e4mpfte ich mich durch einen Weg durch wo so einige B\u00e4ume quer lagen, statt den ersten Weg bis zur Wiesenkante zu fahren und dann \u00fcber die Wiese die 150 m direkt zum Posten. Etwa 30 s und zwei Platzierungen verlor ich dadurch. Aber Platz 12 stellte doch schon recht zufrieden. Verwunderlich am Abend bei der Auswertung meiner Telemetriedaten war nur der niedrige Puls und der Fakt dass ich eigentlich alles gegeben hatte. Komisch und der Tschechin kann ich sonst eigentlich auch folgen. Also trotz des ganz guten Laufes ging ich mit ein wenig Unsicherheit in den Massenstart der Langstrecke.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Ein paar Routen meiner Mittelstrecke - rot meine und in blau die Alternative\" href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/tl_files\/bilder\/news-bilder\/2012\/middle_w_route2.jpg\" data-lightbox=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/system\/html\/middle_w_route2-aa4a5f31.jpg\" alt=\"Ein paar Routen meiner Mittelstrecke - rot meine und in blau die Alternative\" width=\"300\" height=\"325\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Langstrecke hingegen ist schnell erz\u00e4hlt. Es war Massenstart und damit man nicht einfach der schnellsten Frau hinterherf\u00e4hrt gab es zwei Runden wobei sich manche der Posten f\u00fcr einige auf der ersten f\u00fcr andere auf der zweiten Runde befanden. Am Ende hatte jeder alle Posten angefahren, einige gab es doppelt anzufahren, damit auch jeder wirklich die selben Teilstrecken zu fahren hatte. Taktik war also nicht von vorn zu fahren, weil ich offensichtlich nicht die Superform hatte. Also wollte ich mit der ersten Gruppe gehen, mich dort aber zur\u00fcck halten. Das Tempo war gef\u00fchlt aber recht langsam. Bis zum zweiten Posten waren wir eine Gruppe von 6 Fahrerinnen. Dann trafen wir auf eine andere mit etwa eben so vielen. Doch auf dem Weg zum dritten Posten teilten wir uns wieder auf. Nun wollte ich Druck machen, vielleicht an taktisch falscher Stelle, weil leicht abfallender Weg. Als n\u00e4chstes ein Steiler Weg zum Posten wo mich fast alle der direkt nachfolgenden Frauen im Laufen \u00fcberholten und ich oben auf dem n\u00e4chsten Fahrweg auch nicht mehr ranfahren konnte. Im Gegenteil sie fuhren weiter davon und aus den Beinen, obwohl sie sich gar nicht schlecht anf\u00fchlten kam nur wenig Energie. St\u00f6cke kn\u00fcbbelten auch hier und da ins Schaltwerk und irgendwann war der Bann gebrochen. Das Feld davon, ich hatte eine sehr kurze erste Runde und keinen Saft. Die Zweite Runde ging ich so an, dass ich sie sch\u00f6n und mit Spa\u00df nach Hause fahren wollte. Es war kein anderer Teilnehmer weit und breit zu sehen. Waren wohl alle weit vor mir. So wurde ich auf dem Weg zum dritten Posten von einer Litauerin aufgefahren, die mich ganz entsetzt fragte wo denn alles sind. Ich meinte dann nur &#8222;na weit vor uns&#8220; sie fuhr weiter und strampelte den n\u00e4chsten langen Anstieg rauf. Ich konnte selbst ihr nicht so richtig folgen, denn ich hatte auf Grund dieses Gespr\u00e4ches doch nochmal ein wenig die Beine in die Hand genommen. Oben auf dem Weg zum f\u00fcnften Posten der zweiten Runde pl\u00f6tzlich zwei D\u00e4ninnen. Hm, wie kann das sein, lieg ich doch nicht so schlecht? Also versucht weiter Fahrt aufzunehmen. Nach dem Stempeln des Postens seh ich auf einmal 5-6 Frauen hinter mir. Wow, wie kann das sein? Nun aber blitzschnell ins Ziel. Doch verdammt, da war wieder eine Route wo ich mich von den drei M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die absolut langsamste entschied. Ich musste \u00fcber eine Wiese die immer knubbeliger wurde und dann in Sumpf \u00fcberging zum Posten. Und den konnte ich die ganze Zeit einsehen, kam nur einfach nicht schnell genug n\u00e4her. Und so sah ich sie der Reihe nach zum Posten laufen oder fahren und davon fahren. Von da ging es nur noch ins Ziel wo ich wieder als 23. einfuhr. Auf der Zielabfahrt war ich fast bissel traurig, dass es das nun schon wieder war. Selbst an die St\u00f6cke und \u00c4ste hatte ich mich mittlerweile gew\u00f6hnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun gibt es eine lange Pause bis zur MTBO-WM in Ungarn. Gute Vorbereitungszeit, wobei ich drei Wochen davor unterwegs bin. Also mal sehen wie es dort wird. Ich freu mich aber dennoch schon darauf, weil der Veranstalter mit all seiner Erfahrung eine gro\u00dfartige Veranstaltung zaubern wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt wird es aber mal Zeit hier ein wenig vom Weltcup zu schreiben. 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