{"id":803,"date":"2014-09-06T07:57:31","date_gmt":"2014-09-06T05:57:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hillclimb.de\/?p=803"},"modified":"2019-05-30T08:52:40","modified_gmt":"2019-05-30T06:52:40","slug":"mtbo-wm-ruckblick-sprint-und-mittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hillclimb.de\/?p=803","title":{"rendered":"MTBO-WM R\u00fcckblick &#8211; Sprint und Mittel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die diesj\u00e4hrige MTBO-WM (23.-31. August 2014) fand ganz im Osten in Polen statt, nahe der Wei\u00dfrussischen Grenze. Ich war zwar nicht mit den ganz gro\u00dfen Erwartungen die gut 800 km gereist, doch diesmal lief es irgendwie gar nicht so richtig. Und das verr\u00fcckte dabei, es macht ja doch irendwie immer Spa\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_5618e.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-794\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/IMG_5618e-300x229.jpg\" alt=\"IMG_5618e\" width=\"300\" height=\"229\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Etwa 8 1\/2 Autostunden hatten wir hinter uns, als wir am Samstag Nachmittag im polnischen Suprasl eintrafen. Das Fahren lief erstaunlich gut und wir hatten zu dritt noch reichlich Platz im Auto, trotz der 3 R\u00e4der im Innenraum. Zu Zeiten von 29ern wird das sparsame Autopacken ja nicht unbedingt leichter. Ein Grund mehr bei dem &#8222;kleinen&#8220; 26er zu bleiben und maximal auf 27.5 Zoll aufzur\u00fcsten. Hatten wir einen v\u00f6llig wolkenlosen Anreisetag folgte am Sonntag ein echter Regentag. Entgegen der meisten verzichteten wir auf das Rad verschmutzen und liefen zu Fu\u00df \u00fcber die Model-Event Karte. Dadurch konnten wir uns auch ganz gut mit der Karte und dem Gel\u00e4nde auseinander setzen und am Montag gab es zur Einstimmung ein 2er-Mixed-Team Sprint den Husti und ich bestritten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Team-Sprint<\/p>\n<p>Den Team-Sprint sahen wir als reines Trainingsrennen. Alle Frauen starteten im Massenstart und so begaben sich gut 50 Staffeln in den Wald. Der Anfang verlief recht erfreulich, ich kam schnell aufs Rad und in die Karte. Nur kleine Fehler unterliefen, die aber in der Meute nicht weiter auffielen. Auch fahrerisch lief es gut. Wir wechselten dreimal, so dass jeder zweimal 10-15 min im Wald war. Die zweite Runde ging ich dann deutlich ruhiger an, schlie\u00dflich wollte ich die K\u00f6rner ja f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage die echten WM-L\u00e4ufe aufheben. Wir beendeten das Rennen im Mittelfeld auf Position 27 und hatten immerhin alle Posten richtig eingehol. Das fiel in dem Postengewirr einigen durchaus schwer. Auch die Fehler hielten sich in Grenzen und so gingen wir guten Mutes in den Sprint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>WM-Sprint<\/p>\n<p>Es pl\u00e4tscherte wie angek\u00fcndigt vom Himmel herab. Ein einziges Grau war zu entdecken, wenn man in die Wolkendecke blickte. Also keine Aussicht auf Bessrung. Der Sprint fand in einem Parkgel\u00e4nde mit vielen Wegen s\u00fcdlich von Bialystok statt. F\u00fcr den Sprint hatte ich mir die Taktik zurecht gelegt zu Gunsten einer sicheren Orientierung etwas Tempo herauszunehmen. Es war ein sehr dichtes Wegenetz vorhanden und die Karte hatte einen Ma\u00dfstab von 1:5000, was bedeutet, dass die Wegkreuzungen sehr schnell auftauchen.<\/p>\n<p>Die Taktik setzte ich auch ganz gut um, bis auf einen riesigen Patzer, als ich auf der linken Seite nach einem Wegeinstieg suchte, obwohl sich dieser auf der rechten Seite befand. Eine extra-Schlaufe war das Resultat und ca. 1 1\/2 min. Im Sprint eine Welt. Gegen Ende merkte ich dass meine Konzentration nachlie\u00df und nahm nochmals etwas Tempo heraus um sicher mit allen Posten ins Ziel zu fahren. Hier und da hatte ich vielleicht mal eine ung\u00fcnstige Routenwahl, kam aber ansonsten relativ sicher durch die Distanz. Aber realistisch betrachtet war es wohl die falsche Taktik, denn auch ohne den 1 1\/2 min Fehler an Posten 14 h\u00e4tte meine Leistung an dem Tag nur zu einem Platz um 25 gereicht. Nicht ganz das f\u00fcr mich in einem Sprint angestrebte Resultat. Es ist nat\u00fcrlich auch schwer ein gutes &#8222;zur\u00fcckhaltendes&#8220; Tempo zu w\u00e4hlen. Meine \u00fcbliche agressivere Fahrweise, ein paar Fehler in Kauf nehmend, werde ich f\u00fcr die n\u00e4chsten Rennen wieder anpeilen. Das liegt mir irgendwie doch mehr, zumal dann oft auch die Konzentration gesteigert ist. Und wenn ich fehlerfrei durchkomme auch ein Top-Ergebnis herausspringen kann, welches so wegen dem zu langsamen Grundtempo selbst bei einem fehlerfreien Lauf nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_807\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_5512e.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-807\" class=\"size-medium wp-image-807\" src=\"http:\/\/www.hillclimb.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_5512e-300x225.jpg\" alt=\"Der Regen lie\u00df nach zur Er\u00f6ffnungsfeier der WM.\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-807\" class=\"wp-caption-text\">Der Regen lie\u00df nach zur Er\u00f6ffnungsfeier der WM.<\/p><\/div>\n<p>WM-Mittel<\/p>\n<p>Tagsdarauf hie\u00df es also volle Kanne auf der Mittelstrecke. Das Wetter war wieder gut, die Beine f\u00fchlten auch nicht schlecht beim Aufw\u00e4rmen und so radelte ich leicht aufgeregt, aber guten Mutes an den Start. Dieser war etwa 6 km entfernt und bot so gute Gelegenheit f\u00fcr das Aufw\u00e4rmprogramm. Die Wege waren haupts\u00e4chlich breit, es sah nach relativ leichter Orientierung aus, so dass ich mich best\u00e4tigt sah, dass man heute bis zum Umfallen treten muss.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zum ersten Posten ging das treten noch etwas z\u00e4h, aber ich versuchte mich zu pushen so gut es ging. Zum zweiten w\u00e4hlte ich die Variante direkt duch den Wald, bis zum ersten Querweg ging das auch ganz gut, aber die n\u00e4chste Abk\u00fcrzung lie\u00df ich lieber aus, der Wald war dort doch etwas dichter. Erstaunlicher Weise verlor ich dadurch aber nur wenig Zeit. Daf\u00fcr dann auf der n\u00e4chsten Postenverbindung. Auf dem Weg zu Posten 7 holte ich die vor mir gestartete Finnin ein. Das erste Renndrittel lag bereits hinter mir und mein Antrieb, die Beine, bewegten sich noch immer z\u00e4h, aber ich konnte ja Aufschlie\u00dfen. Leider unterlief uns dann ein Orientierungsfehler. An einer Kreuzung die aussah wie ein T-Kreuzung bogen wir falsch ab. W\u00e4hrend die Finnin als wir den Fehler erkannten umkehrte zog ich die falsche Route durch und war auch nur wenig sp\u00e4ter am Posten als sie, allerdings \u00fcberholte uns w\u00e4hrend dieser Zeit die ca. 4 min nach mir gestartete Franz\u00f6sin auf der richtigen Route. W\u00e4hrend ich ihr Tempo h\u00e4tte gut mitgehen k\u00f6nnen und wir so wom\u00f6glich in der zweiten Rennh\u00e4lfte gut h\u00e4tten zusammenarbeiten k\u00f6nnen versuchte ich mich auf den folgenden Posten wieder an sie heranzuarbeiten. Durch ein paar kleinere Fehler konnte ich nicht wieder aufschlie\u00dfen und mu\u00dfte mich damit begn\u00fcgen zu Finnin wieder aufzuschlie\u00dfen. Einmal hatte ich einen Parallelfehler und verlor nochmal gut 2 min auf der Verbindung. Doch im Vergleich zu dem Vogel den ich zu Posten 16 abschoss waren das alles kleine Patzer, die mich nat\u00fcrlich in einem normalen Rennen ma\u00dflos ge\u00e4rgert h\u00e4tten. Doch dann fuhr ich mich richtig aus dem Rennen. Ich bog an einem mittelm\u00e4\u00dfig sichtbaren Weg ab und dann verfolgte ich ohne wirklich auf die Karte zu blicken die H\u00f6henlinien. Das passte auch ganz gut. Ich sah sogar zwischendurch nochmal die Finnin, die die Route anders nahm. Aber irgendwann wu\u00dfte ich nicht mehr wo ich war und es nahm einige Zeit das wieder herauszufinden und dann auch noch wieder zum Posten zu fahren. So verlor ich gut 10 Positionen. Was aber nichts daran \u00e4ndert dass ich auch ohne diesen Riesenfehler nur in den 30er R\u00e4ngen zu finden war. Die Beine waren also zu langsam und die Fehler dazu zu gro\u00df. Da blieb also nichts anderes, als die Fehler auszuwerten und den Tag ansonsten abzuhaken und so gut wie es geht f\u00fcr die Langstrecke zwei Tage sp\u00e4ter zu regenerieren. Die beiden deutschen M\u00e4nner k\u00e4mpften aber auch mit ihren Fehlern die zur Disqualifikation oder wie bei mir zu einem Platz im letzten Drittel f\u00fchrten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die diesj\u00e4hrige MTBO-WM (23.-31. August 2014) fand ganz im Osten in Polen statt, nahe der Wei\u00dfrussischen Grenze. 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