Erst in den Bikepark und dann an die Westküste Neuseeland. Während ich im Bikepark mich noch mit eigener Arbeit fortbewegte, nutzte ich für die nun beginnende Rückreise ein Mietauto.

 

Morgens packte ich meine Sachen und vor allem baute ich den Gepäckräger ab. Der Bikepark an der Gondola stand ja auf dem Programm. Freundlicher Weise durfte ich mein ganzes Gepäck auf dem netten Zeltplatz lassen. Am Abend zuvor gab es dort sogar noch Lagerfeuer und auch so eine nette Stimmung. Halb 10 radelt ich zum Einstieg des Versorgungsweges den ich bis an die Obere Seilbahnstation radeln wollte. Schon die Anfahrt war extrem steil und Hänge wie auf La Palma wirkten dagegen flach. Ähnlich steil ging es dann auch zu anfangs auf der Schotterpiste rauf. Später wurde sie dann flacher und leichter befahrbarer. Den Plan die Trails zweimal von ganz oben nach ganz unten zu fahren begrub ich aber unterdessen, den ganz unteren steilen Teil wollte ich mir sparen. Von oben gab es eine herrliche Aussicht auf Queenstown und den See. Nach einem Obstsalat als Stärkung baute ich die Kamera an den Rahmen und legte los. Erstmal fing ich mit der grünen Piste an, da ich ja nur mein Hardtail mit hatte und alle anderen vollgefedert bis über die Ohren fuhren. Nach ein paar Kurven holte ich aber ein Päarchen mit gut gefederten Bikes ein. Wenn da jeder runterfährt, dann können die blauen Strecken ja auch nicht so schlimm sein dachte ich, also probierte ich dann nochmal ein blaues Wegstück, den „Original“trail aus, nachdem ich wieder einige Höhenmeter nach oben nahm. Und wunderbar, es lief und machte total Spaß. Die anderen schauten aber auch nicht schlecht drein, dass da jemand mit einem XC-Hardtail die Trails runter fährt. Wenngleich ich lieber auch ein artgerechteres Bike gehabt hätte und damit einfach noch mehr Spaß. Sollte es mich mal wieder hierher verschlagen, dann gönne ich mir sicher ein adequates Bike und den Gondel-Tagespass, was man als Gesamtpaket in der ganzen Stadt buchen kann. Zum Reinschnuppern und ein paar Höhenmeter trainieren war es heute aber so genau richtig.

Am frühen Nachmittag konnte ich mir meinen Mietwagen abholen, der zunächst fälschlich nur für einen Tag reserviert war. Kurzerhand halbierte aber der Vermieter seinen eigentlichen Tagespreis und gab mir das Auto zu den bestellten Konditionen. Über die Landesstraße 6 fuhr ich wieder nach Wanaka. Dieses Tal aus Queenstown heraus machte auf mich den Landschaftlich noch schöneren Eindruck, als das was ich tags zuvor geradelt bin. In Wanaka versorgte ich  mich nochmal mit Obst und Wasser und brach nach einigem Überlegen auf nach an die Westküste. Schon nach wenigen Fahrminuten und Kilometern war aber jeglicher Zweifel über die Route zurück nach Christchurch beseitigt. Die Landschaft fand ich einfach Atemberaubend. Und mit jedem größeren Richtungswechsel wechselte auch sie. Die karge baumlose Landschaft von Wanaka und Umgebung wandelte sich in Wald bis hin zu Regenwaldansätzen hinab zur Westküste. Wasserfälle und reißende Ströme bereicherten die Fahrt. Nun bin ich an einem kleinen netten Zeltplatz mit fast nur Deutschen, am scheinbaren Ende Neuseelands, in Haast Beach oder Okura und ein wieder wunderbarer Tag neigt sich dem Ende.