Der Tag begann mit einem Gewitter und wir waren mit unserer Holzbehausung sehr zufrieden. Als sich so langsam die Sonne ankündigte und die Steine trockneten deckten wir den Frühstücksplatz und packten unsere sieben Sachen. Wir peilten einen großen See mit Zeltplatz als Option für schlechte Wetter in nördlicher Richtung an, den wir mit möglichst vielen Trails erreichen wollten.

So starteten wir gleich mit einer ersten Schiebepassage, ohne zu ahnen, dass das das Reisetempo der Etappe werden würde. Später entwickelte sich der Weg zu einem teils anspruchsvoll aber oft fahrbaren Mountainbike-Weg. Danach erwischten wir einen flowigen etwas breiteren Wanderweg, der uns ein paar Kilometer entlang von Seen gen Norden brachte.

Für neuen Proviant fuhren wir zum nächsten Supermarkt ins gut 5 km entfernte Krageboen. Dafür startete dort in der Nähe ein nochmals interessant ausschauender Wanderweg der teilweise für das MTB mit Schwierigkeitsgrad Blau einkategorisiert wurde, also für uns überwiegend gut fahrbar mit technische Finessen. Der erste Teil war dann auch so und man sah, dass hier Mountainbiker unterwegs sind, doch irgendwann bog der gute Weg unmarkiert ab und wenig später mussten wir durch morastige Gebiete schieben oder über Steine und Bäume klettern. Mühseelig und wir kamen nur langsam voran. In einem kleinen Sackgassenweg fand ich einen Energieriegel und wir freuten uns schon auf den kleinen Snack, doch beim Auspacken sah er weder gut aus noch roch er apetitlich, er war doch erst 12/2018 abgelaufen. Also übergaben wir ihn der Natur und steckten die Hülle für den nächsten Mülleimer ein. Die letzten Kilometer zum See erradelten wir über Straßen, es gab jedoch auch kaum Alternativen.

Das Zelt steht nun auf einer Felsplatte und Schuhe und Sachen wurden am Feuerchen getrocknet.