Verflixt, es war nicht einfach eine Gaskartusche zu besorgen und so mussten wir noch einmal durch ganz Nairobi – das war teuer, vor allem im Sinne von Reisezeit. Nach gut einer Stunde Internet-Recherche und Telefonie wurden wir im Going Outdoor in der Galleria Mall fündig. Immerhin hatten wir dadurch noch ein wenig Stadtsightseen und kamen so auch am größten Slum Kenias vorbei. Es war ein fast endlos ausgedehnt wirkendes Wellblech-Meer.

Durch dieses Intermezzo und einem ausgedehnten Mittagstisch im Hotel kamen wir erst sehr Spät in die Spur. Wir entschlossen uns die ersten Kilometer aus der Stadt heraus mit einer weiteren Uber-Fahrt zu beschleunigen. Halb vier nachmittags saßen wir dann endlich im Sattel und fuhren durch zahlreiche Teeplantagen und Straßen und teils rotsandigen Schotterwegen. Wir kamen wirklich nur sehr langsam voran, nichtzuletzt weil ich nach 5 km mein Schaltauge tauschen musste, denn das erste war nach dem Transport verbogen. Wir merkten irgendwann, dass wir unser Tagesziel nicht erreichen würden und verließen im Ort Murengeti den Track gen Hauptstraße. An der örtlichen Tanstelle entdeckten wir ein kleines Hotel und bezogen ein Zimmer. Kulinarisch bot der Ort nix, so holten wir unsere Brötchen heraus und belegten sie mit Käse und Salami.
Auf dem Weg zur Hauptstrasse war wirklich viel Trubel. Kinder und Männer grüssten uns ständig, die Frauen waren zurückhaltender. Eine Weile hatten wir eine Horde Kinder bei uns, die neben uns herrannten. Während einer der Jungen mich über fast einen Kilometer teils anschob, wurde Daniel mit einer Peitsche der Hintern versohlt. Bislang sind die Menschen hier sehr nett und helfen wo es geht.




















