Die Hippos sind los und Zebras und Giraffen. Etappe 3.

Mit dem Sonnenaufgang schlenderte ich etwas über das Zeltplatz-Areal und beäugte die Hippo-Spuren und diverse Vögel. Zudem nahm ich endlich meine Solar-Zellen in Betrieb und lud bis zur Abfahrt über 40 Prozent in meine Powerbank. Heute wollten wir uns richtig Zeit nehmen für den ersten Nationalpark entlang der Strecke, den Hell’s Gate Park. Durch diesen Park kann man sogar radeln und es werden Radtouren angeboten. Der scheinbar einzige Anbieter für solche Touren hätte uns beinahe reingelegt und uns einen Guide aufgeschwatzt. Zum Glück hatten wir das noch in vorletzter Sekunde bemerkt und radelten bis zum Eingangstor wo wir pro Nase gut 60 Euro löhnten. Recht viel für den kleinen Park, aber es war unser erster richtiger Kontakt mit der afrikanischen Tierwelt.
Wir wurden nicht enttäuscht, es gab wieder Thomson-Gazellen, Zebras und diesmal auch Giraffen ganz nah, nen Strauß, Büffel, Warzenschweine, noch andere Gazellen und klaufreudige Affen. Am Visitor-Center klauten die Affen aus der Oberrohrtasche von Daniel doch tatsächlich zwei Müsli-Riegel. Sie öffneten den leicht offenen Reisverschluss und zogen sie herraus. Auch im Öffnen der Riegel selbst schienen sie erfahren. All das geschah wärend ich Akazienhonig mit m-pesa kaufte. Nach gut 15 km kamen wir in ein Geothermie Gebiet und ab da war das Wildleben in Prinzip auch zu Ende. Von da aus führte uns eine Straße auf und ab hinunter zum Naiwasha See. Am Fuße der Abfahrt entschieden wir uns für einen Zeltplatz am Oloidensee. Der Park war nett, aber für das Geld hätten wir eigentlich noch die angebotene Extraschlaufe zur Obsidian-Höhle drehen sollen.
Der Zeltplatz war jedoch der Hammer. Wir bauten unsere Zelte direkt neben Flusspferden auf, die den ganzen Tag dazu nutzten sich den Magen vollzuschlagen. Dabei blieben sie immer gut vor der Sonne versteckt zwischen den auf dem See treibenden Graslilien. Manchmal lag auch ein Büschel auf dem Rücken. Das Abendessen wurde uns direkt am Zelt serviert und abends gab es dann noch richtig Aufregung, denn ein Büffel stieg aus dem Wasser. Es kamen sogar extra Ranger um den Büffel wieder hinauf in den nächsten Park zu vertreiben. Irgendwann kehrte Ruhe ein und ich schlummerte mit Blick ins Kreuz des Südens weg.


















